Die Ampel wurde für eine Kassenpraxis für Allgemeinmedizin in Tirol entwickelt. Der Arzt nimmt sich Zeit für seine Patienten, fährt zwischendurch auf Hausbesuche und hat viele ältere Patienten. Verspätung gehört dort zum Alltag, und das soll auch so bleiben.
Das Ziel war nie, schneller zu werden. Die Patienten sollten nur wissen, woran sie sind. Der Arzt drückt „Nächster“, wenn er ohnehin aufsteht, und das Vorzimmer bestätigt die berechnete Wartezeit mit einem Tipp. Statt fester Uhrzeiten gibt es Ankunftsfenster, in denen immer Platz für Patienten ohne Termin bleibt.
Das Programm entscheidet nichts allein. Es rechnet, schlägt vor und wartet auf einen Tipp. Wo es doch von selbst handelt, geht es in die vorsichtige Richtung: lieber „keine Angabe“ als eine falsche grüne Ampel.